Toll Haus!

Das Zimmer ist „moyenne“, also „mittelgroß“. Das heißt nicht, dass es das tatsächlich ist, sondern nur, dass es noch kleinere gibt . Mittel ist also klein. Überhaupt ist alles eher... tendenziell putzig; Kaffeebecher, Kuchenstücke, Einkaufskörbe, Schuhgrößen, Männer; die Schweizer Latte liegt irgendwie niedriger.

Was allerdings riesig ist, ist der Einblick ins Leben meiner Zimmernachbarin; die Wand ist dünn wie Pergament und wenn sie nachts um halb 2 anfängt zu telefonieren, dann kriege ich nicht nur mit, was sie sagt, sondern auch, was der Mensch auf der anderen Seite der Leitung von sich gibt!!! Jetzt bin ich quasi unfreiwillig Stasi und hoffe, dass die Affäre nicht auffliegt, sondern meine Nachbarin einfach leiser telefoniert...

Das Allerbeste am Wohnheim ist die 2. Etage; dort ist die äußerst quirlige Gemeinschafts- und Gerüchteküche. Egal welche Zeit es ist – irgendwer ist immer da zum Quatschen und Brutzeln. Ich hoffe inständig, dass die Kochkünste automatisch auf mich abfärben! Das wär’ doch mal was (vor allem echt mal nötig - ich erkläre mich aus Scham immer freiwillig zum Salatzupfen bereit!!!)!
Außerdem ist es der Ort, an dem ich mein Koreanisch, Arabisch, Italienisch und Japanisch perfektionieren werde!
Und mich zur notorischen Schnapsdrossel entwickle...

Ein klitzekleiner Wermutstropfen: Zwischen meinem Zimmerspiegel und meiner Eitelkeit besteht eine gewisse Inkompatibilität - er ist zu klein und sie ist zu groß. Ich brauche einen IKEA - und zwar dringend: Ich kann nicht weiterhin immer in den Aufzug mit bodenlangem Spiegel ins Treppenhaus rennen, wenn ich wissen möchte, ob mein "obenrum" zum "untenrum" passt.

Salut
Wiwi

17.9.09 03:08

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